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Einleitung
Die Sportmedizin ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit Bewegung, Training und Sport, aber auch mit den Folgen von Bewegungsmangel auf den menschlichen Organismus auseinandersetzt. Diese Erkenntnisse finden bei der Prävention, Therapie und Rehabilitation von Sportlern und anderen Verletzten, aber auch in der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention von Stoffwechselkrankheiten und ihren Folgen (z.B. koronare Herzkrankheit) Verwendung.

Ergometrie
Unter diesem Begriff versteht man alle Methoden zur Messung der Leistungsfähigkeit. Als Hilfsmittel dienen hierbei sogenannte Ergometer, mit denen erbrachte Leistungen in Watt aufgezeichnet werden können. Zur Verfügung stehen u.a. Fahrrad-, Laufband-, Ruder- und Schwimmergometer. Dabei können unterschiedliche Belastungsstufen sowie verschiedene Drehzahlbereiche gewählt werden.

Bei der Ermittlung der Leistungsfähigkeit ist zu beachten, dass die Belastung der Konstitution des Patienten angepasst werden muss, d.h. bei bestimmten Erkrankungen (Herzinsuffizienz, Durchblutungsstörungen etc.) ist die Belastungsintensität zu reduzieren.

Folgen von Bewegungsmangel
Mangelnde Bewegung hat vielfältige Auswirkungen auf die Gesundheit und ist an der Entstehung zahlreicher sogenannter Zivilisationskrankheiten beteiligt. In erster Linie führt Bewegungsmangel bei gleichzeitiger kalorienreicher Kost zu Übergewicht (Adipositas). Daraus ergeben sich eine Vielzahl von Begleiterkrankungen. So ist Übergewicht häufig für die Ausbildung von Diabetes mellitus (Typ 2), Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck (Hypertonie) verantwortlich. Das gleichzeitige Vorliegen dieser vier Erkrankungen wird auch als metabolisches Syndrom bezeichnet, für dessen Entstehung neben einer falschen Ernährung auch eine mangelnde körperliche Bewegung eine wichtige Rolle spielt.

Die gravierendste Folgeerkrankung des metabolischen Syndroms stellt die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) dar. Als Ursache für Herzinfarkt, Schlaganfall etc. ist sie mit ca. 50% die Todesursache Nummer 1 in den Industriestaaten. Eine angepasste Ernährung kann in Kombination mit sportlicher Aktivität dazu beitragen, die Ursachen (Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen etc.) für die Arterienverkalkung und der damit verbundenen hohen Sterblichkeit zu reduzieren.

Auch in der Prävention und Therapie der Osteoporose spielt die Bewegung eine wichtige Rolle. Durch die körperliche Aktivität wird (v.a. in jungen Lebensjahren) die Knochendichte erhöht, was das Risiko einer Osteoporose vermindert. Den häufig bei bereits fortgeschrittener Erkrankung auftretenden Knochenbrüchen kann ebenfalls vorgebeugt werden, indem die Koordinationsfähigkeit durch sportliche Aktivität verbessert wird.

Neben der verminderten Lebensqualität, die aus diesen Erkrankungen resultiert, sind auch die Kosten für das Gesundheitssystem zu nennen. Auch unter diesem Aspekt erscheint es sinnvoller, präventive Maßnahmen zu unterstützen als Milliarden für die Therapie auszugeben.

Ausführliche Informationen zum Thema Sportmedizin sowie zu deren klinischen Anwendung dem Angebot der Klinik können Sie auf den Seiten der Klinik Hohenfreudenstadt (Bereich Innere Medizin) nachlesen.

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Geändert am: 09.01.2006